Magic-Dominion

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Magic-Dominion ist eine Variante von Magic, die den Spielablauf durch den von Dominion ersetzt. Es wird mit Magic-Karten gespielt, aber anders als bei Magic werden unabhängig von der Spielerzahl nur 1–2 Decks benötigt. Magic-Dominion wurde von Teilnehmern von Leifs Projekt Spieldesign auf dem ersten Sommercamp 2014 erfunden.

Regeln

Als Variante von Magic sind die definitiven Regeln (wie die offiziellen Regeln von Magic, die sie abändern) auf englisch gehalten. Die deutsche Übersetzung folgt:

  • Alle Spieler haben zu Beginn 30 Lebenspunkte.
  • Zu Beginn des Spiels einigen sich die Spieler auf ein Deck, das gespielt wird, sowie auf die Starthand, die meist aus 2–3 Standardländern besteht. Jeder Spieler bekommt die Karten für die Starthand.
  • Die restlichen Karten befinden sich zu Beginn des Spiels im Exil. Sie werden in der Mitte des Tisches offen ausgebreitet, wie bei Dominion am besten nach Manakosten sortiert.
  • Um eine Karte aus der Hand auszuspielen, müssen ihre Manakosten nicht bezahlt werden. Andere Manakosten wie die für Fähigkeiten sind unverändert.
  • Alle Karten, die im normalen Spiel auf den Friedhof gelegt würden, werden stattdessen in den Einkaufswagen desselben Spielers gelegt. Der Einkaufswagen ist eine von dieser Variante neu eingeführte offene und geordnete Zone, von der jeder Spieler eine eigene hat.
  • Alle Kreaturen können angreifen und Fähigkeiten aktivieren, als hätten sie Eile.
  • Die Einschränkung aus Regel 505.5b, dass nur ein Land pro Zug gespielt werden darf, verfällt in dieser Variante.
  • Während der eigenen Hauptphase können Karten aus dem Exil gekauft werden. Dazu werden die Manakosten der Karte bezahlt, und die Karte wird in den Einkaufswagen gelegt. Bis zu zwei Karten dürfen pro Zug gekauft werden, und höchstens eine davon darf ein Land sein. Karten, auf die Effekte zeigen, dürfen nicht gekauft werden. Dier Käufer wird Eigentümer der Karte. Käufe benutzen nicht den Stapel und können daher nicht gekontert werden.
  • Die Maximalzahl 7 für Handkarten im Aufräumsegment wird durch 0 ersetzt.
  • Nach den Handkarten werden folgende Karten, immernoch als Teil des Aufräumsegments, auf den Friedhof gelegt:
    1. Zuerst alle vom aktiven Spieler kontrollierten bleibenden Karten, außer Planeswalker.
    2. Dann alle Karten im eigenen Einkaufswagen, in derselben Reihenfolge wie sie dort ankamen. (Der Einkaufswagen wird also einfach auf den Friedhof gelegt.)
  • Das Ziehsegment wird an das Ende des Zuges verlegt (hinter das Aufräumsegment), und dier aktive Spieler zieht 5 Handkarten statt einer.
  • Wie bei Dominion wird der Friedhof in die Bibliothek gemischt, wenn eine Karte gezogen werden müsste, die Bibliothek aber leer ist. Danach wird die Karte trotzdem gezogen. Wenn gezogen werden muss, aber Friedhof und Bibliothek beide leer sind, verfällt die Ziehaktion ersatzlos. Insbesondere kann nie der Einkaufswagen statt des Friedhofs zur Bibliothek gemacht werden. Dadurch ist das Spiel nicht verloren (Regel 104.3c verfällt in dieser Variante).
  • Zwischen der Deklaration von Angreifern und der Deklaration von Blockern dürfen verteidigende Spieler zusätzlich zu Spontanzaubern auch Kreaturen ausspielen.
  • Schaden an bleibenden Karten verschwindet nicht am Ende von Zügen (Regel 514.2 verfällt in dieser Variante).
  • Im Enttappsegment des eigenen Zuges, zwischen der Stabilitätsänderung von Karten mit Instabilität und dem Enttappen selbst, werden alle eigenen ausgespielten Karten auf den Friedhof gelegt.
  • Wenn ein Spieler ausscheidet, gehen alle Karten aus xiesem Deck ins Exil über. Das ist eine automatische Spielstatus-Aktion.

Sonderregeln

Durch die weitreichenden Regeländerungen müssen oft für einzelne Karten zusätzliche Sonderregeln eingeführt werden. Auf diese sollte sich vor dem Spiel geeinigt werden oder wenn die Problematik während des Spiels festgestellt wird. Beispiele:

  • Problem: Einige Länder, zB die Seeküstenzitadelle, der Izzet-Gildeneingang und die anderen Gildeneingänge, haben die Eigenschaft „kommt getappt ins Spiel“, was bei Magic dazu führt, dass sie im ersten Zug nicht benutzt werden können. Bei Magic-Dominion führt das aber dazu, dass sie im Normalfall überhaupt nicht benutzt werden können, weil alle Karten am Ende des Zuges in den Friedhof kommen.
    Lösung: Daher wird diese Eigenschaft ignoriert. Stattdessen kosten diese Länder ein farbloses Mana.
  • Problem: Einige Effekte ändern die maximale Anzahl an Handkarten. Bei Magic-Dominion führt eine erhöhte Handkartenzahl dazu, dass am Ende des Zuges Handkarten behalten werden, statt alle abzuwerfen. Das kann manchmal das gewünschte Ergebnis sein (zB bei Keinerlei Überfluss), bei anderen Karten wie der Minamo-Spruchbewahrerin ist die Idee aber, dass mehr Handkarten zur Verfügung stehen.
    Lösung: Bei diesen Karten wird der Effekt durch den folgenden ersetzt, am Beispiel der Minamo-Spruchbewahrerin: „Im nächsten Ziehsegment ziehst du eine Karte mehr.“
  • Problem: Manche Verzauberungen und Artefakte sind zu schwach, wenn sie wie andere Karten am Ende des Zuges weggeräumt werden.
    Lösung: Wie Planeswalker bleiben diese Karten am Ende des Zuges liegen.